1.Wertewandel

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Wertewandel – Zeitenwende

„O gutes Land! O Vaterland! Inmitten

Dem Kind Italien und dem Manne Deutschland,
liegst du, der wangenrote Jüngling, da:
Erhalte Gott dir deinen Jugendsinn
Und mache gut, was andere verdarben." (Franz Grillparzer: König Ottokars Glück und Ende)

3.1 Historischer Rückblick

 Wie ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein,

Das allerschönste Stück davon ist doch die Heimat mein.
Dort wo aus steiler Felsenwand der Eisack rauscht heraus
Von Sigmunds Thron der Etsch entlang bis zur Salurner Klaus.
Heidi, heidi.........

Nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 und der Besetzung Österreichs durch fremde Truppen, verführte der amerikanische Lebensstil in seiner materiellen Totalität die verarmte Bevölkerung zu einer Übernahme manch transatlantischer Bräuche. Dieser moderne Lebensstil war ausschließlich konsumorientiert. Nach den furchtbaren Notzeiten des Krieges und der Besatzungszeit waren Wohlstand und hoher Lebensstandard die dominierenden Wert- und Zielvorstellungen. Der Mythos der Warenwelt beherrschte die sich ausbildende Konsumgesellschaft. Das Problem der leeren Bäuche wich dem Wohlstandsproblem der vollen Bäuche. Der moderne Mensch bezahlte seinen Triumph über die „äußere Not“ mit wachsender „innerer Not“. Der Wandel sämtlicher Werte in diesem Jahrhundert war vielfältig und zum Teil unglaublich dramatisch - wie ist es dazu gekommen?

- Der Rest ist Österreich

Über Jahrhunderte war die Österreich-Ungarische Habsburgermonarchie ein Großreich - ein Vielvölkerstaat. Mit Ende des verlorenen 1. Weltkrieges melden sich diese Völker Österreich-Ungarns ab. „Jedes einzelne von ihnen kann sich auf eine Heimat berufen, mit so genannten historischen Grenzen, die es nun für sein neues Staatsgebilde beansprucht" berichtet Hugo Portisch in seiner Dokumentation über die Geschichte Österreichs. Nun, das heutige Österreich ist ein Kunstprodukt - im Friedensvertrag von Saint-Germain, 1919, wurde es ausgesprochen: „Der Rest ist Österreich“. Niemand glaubte daran, dass dieser „Rest“ überleben kann, und tatsächlich ist diese 1.Republik von Not und Bürgerkrieg geprägt. Österreich-Ungarn war mit seinen 51 Millionen Einwohnern der drittgrößte Staat Europas, die Republik Österreich zählte 1920 nur noch sechseinhalb Millionen Einwohner. Die österreichische Landwirtschaft deckte nicht einmal mehr die Hälfte des Lebensmittelbedarfs der Bevölkerung, Kohle als notwendige Energiequelle fehlte fast zur Gänze, deshalb sank die Produktion der Betriebe auf unter 50% der Gütermenge vergangener Jahresproduktionen. Es mangelte an Devisen, daher war es nicht möglich fehlende Waren im Ausland einzukaufen. Kredite wurden nicht gewährt, und die zunehmende Geldentwertung führte zum katastrophalen Börsenzusammenbruch. Am Höhepunkt der Inflation kam es zu den schwersten Hunger- und Teuerungsunruhen die Österreich je erlebte. Plünderungen und Zerstörungen waren die Folge. „Von Mai bis September 1922 stieg der Index der Lebenshaltungskosten von 1.364 auf 14.153 an. Der Außenwert der Krone betrug im Mai 1913 bereits 15.123. Für einen Laib Brot, der vor Kriegsausbruch 46 Heller gekostet hatte, musste im September 1922 schon 5.700 Kronen bezahlt werden, für ein Kilogramm Schweinefleisch 40.000 Kronen, für ein Kilogramm Zucker 21.000 Kronen. Die Geldscheine, die die Notenpresse Tag und Nacht ausspuckte, lauteten auf immer höhere Werte: 10.000 Kronen, dann 5.000 Kronen“ berichtet Portisch. Am 24. 10. 1929 kam es zum großen Bankenkrach in New York. Als Folge dieser großen Wirtschaftskrise stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich auf 600.000 Menschen an. Diese Entwicklung war der Nährboden für eine politische Radikalisierung. Im Februar 1934 begann der erste Bürgerkrieg. Sozialisten kämpften gegen Christlichsoziale - von diesen Kämpfen sind bis heute Narben zurückgeblieben. Nach dem Verbot der NSDAP in Österreich am 19. Juni 1933 versuchten Mitglieder der SS-Brigade 89 das Bundeskanzleramt zu besetzen, dabei wurde der Österreichische Bundeskanzler Dollfuß getötet, der Putsch allerdings niedergeschlagen. Nun war Österreich in drei Lager gespalten, die Krise war nicht mehr bewältigbar und 1938 wurde Österreich von der Deutschen Wehrmacht besetzt.

-  Gott schütze Österreich

Bundeskanzler Schuschnigg sprach vor dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht das letzte Mal das Wort „Österreich“ offiziell aus: „So verabschiede ich mich in dieser Stunde von dem Österreichischen Volk mit einem deutschen Wort und einem Herzenswunsch: Gott schütze Österreich!“ Die Bedürfnisse in dieser Zeit waren gekennzeichnet von Mangel an Lebensmittel, Kohle, Medikamenten, schlechter Wohnqualität und überwiegend von der Chancenlosigkeit zu arbeiten. Der Anschluss an Deutschland schien diese Mängel anfangs zu beheben, durch den verlorenen Krieg allerdings blieb eine materielle Zerstörung sondergleichen zurück. Der erste Österreichische Staatskanzler der Zweiten Republik, Karl Renner, wandte sich in einer Radiorede mit einer bemerkenswerten Proklamation an das wiedererstandene Österreich: „Männer und Frauen von Österreich! In den Tagen größter Bedrängnis durch Krieg und Kriegsfolgen richten wir an Euch alle unser Wort! Rafft Euch auf! Wirkt zusammen zu unser aller Befreiung!“ Nur Solidarität des gesamten Volkes als oberste Wertenorm kann das Überleben sichern, denn es herrscht totaler Mangel an allen lebenswichtigen Gütern. Portisch schildert dies besonders eindrucksvoll: „Auf der Wiener Ringstraße beim Burgtor fährt ein sowjetischer Lastkraftwagen vorbei: Auf dem Wagen waren Säcke mit Teigwaren, kleine Sternchen als Suppeneinlage. Von diesen Säcken war wohl einer geplatzt. Eine Handvoll der Teigsternchen ist, als der LKW über eines der damaligen zahlreichen Löcher auf der Straße fährt, aus dem Wagen verstreut worden. Das bemerkten einige Passanten, stürzten sich auf die Straße und beginnen die Teigsternchen aufzulesen. Männer und Frauen knien auf der Ringstraße, in ihren verfallenen Gesichtern hungrige Augen, deren Blick ununterbrochen wechselt, vom Boden zum Nachbarn, vom Nachbarn zum Boden, wie Hühner, die einander das Futter wegzunehmen drohen“. Aber immerhin lebten diese Passanten noch, denn von den mehr als 1,2 Millionen Österreicher, welche in die Deutschen Wehrmacht einrücken mussten, fielen im Kampf und starben in Kriegsgefangenschaft rund 250.000. Noch viel höher war die Zahl der Leicht- und Schwerverwundeten. Fast 13.000 Zivilisten starben im Bombenhagel daheim. Nach dem Krieg wurden 112.976 Frauen als Kriegswitwen registriert und 136.721 Kinder als Halbwaisen, da sie ihre Väter im Krieg verloren hatten. Bei Kriegsende befanden sich rund eine halbe Million Österreicher in den verschiedensten Kriegsgefangenschaften und rund 120.000 in den verschiedensten Emigrationen“, berichtet Hugo Portisch in seiner packenden Dokumentation Österreich II.

- Glaubt an dieses Österreich

Die Hauptlast des Wiederaufbaues hatten also die Frauen zu leisten, denn erst später, es dauerte bis 1955, kehrten die Männer aus den Kriegsgefangenenlagern heim. Und diesen „Trümmerfrauen“ hatte am 24. Dezember 1945 Bundeskanzler Leopold Figl keine materiellen Güter anzubieten: „Ich kann euch zu Weihnachten nichts geben. Ich kann euch für den Christbaum, wenn ihr überhaupt einen habt, keine Kerzen geben. Kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Wir haben nichts. Ich kann euch nur bitten: Glaubt an dieses Österreich!“ Was dieses „nichts“ war, möge folgendes Beispiel zeigen: „In der Wiener Molkerei gab es ein abgebranntes Kesselhaus. Wir hatten nur noch Milch von den Wiener Milchmeiereien. Das waren im Tag etwa 4.000 Liter Milch. Heute braucht der Wiener Milchmarkt 700.000 Liter im Winter und eine Million Liter im Sommer - und wir hatten damals 4.000 Liter Milch! Das hieß, dass pro Kind bestenfalls ein achtel Liter Milch zur Verfügung stand“. Statt der benötigten 1.500 Kalorien pro Tag, gab es nur noch 700 Kalorien. „Der Winter 1946/47 ist der härteste seit langem. Die Zahl der Arbeitslosen schnellt in die Höhe, in Schlangen stellt man sich um die Unterstützung an. Wo von alliierten Lastkraftwagen ein paar Stück Kohle fallen, werden sie gierig aufgelesen. Das Land versinkt im Schnee und Eis“ Der Wiederaufbau Österreichs wurde mit zirka 100 Milliarden Schillingen, eine ungeheure Summe, durch den Marschallplan sichergestellt. Die erste materielle Not konnte so gelindert werden. Aber Österreich war viergeteilt, es gab eine russische, französische, englische und amerikanische Besatzungszone. Das nächste große Ziel war die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität. Deutschland wurde geteilt in einen westlichen und einen östlichen Staat. Diesem Schicksal wollten die Österreicher entgehen und durch Neutralität die Freiheit wiederherstellen. Nach dem Tode Stalins stimmten die Sowjets zu. Der neutrale Riegel Schweiz-Österreich wurde zwischen die beiden Militärblöcke NATO und Warschauer Pakt geschoben.

- Österreich ist frei

Am 15. Mai 1955 sprach der Österreichische Außenminister Leopold Figl vom Balkon des Schlosses Belvedere: „Ein 17 Jahre dauernder dornenvoller Weg der Unfreiheit ist beendet.  Mit dem Dank an den Allmächtigen wollen wir die Unterschrift setzen und mit Freude rufen wir aus: Österreich ist frei!“. Die Werte hatten sich innerhalb kürzester Zeit oft verändert, die Menschen mussten sich den äußeren Umständen anpassen, denn sehr oft galt die Priorität dem physischen Überleben, dann wieder der Freiheit. In raschester Folge wechselten politische Ideologien, den Menschen waren diese oft gleichgültig, denn sie mussten hart arbeiten, um das Überlebensnotwendige für ihre Familie zu beschaffen, das wird heute oft vergessen.

- Ökonomische Entwicklung

Der Wiederaufbau sowohl in Österreich wie in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg begann mit einem „goldenen Zeitalter“ (1950-1973). Anfang der sechziger Jahre war die Wirtschaftswelt noch in Ordnung: Österreich produzierte Güter und Leistungen im Wert von 181 Milliarden Schilling. Die Bundesrepublik im Wert von 331 Milliarden DM. Die USA im Wert von 525 Milliarden Dollar. Die Zeit des Wirtschaftswunders war angebrochen. Bedingt durch eine teilweise Sättigung der Bedürfnisse war in den darauffolgenden Jahren logischerweise eine geringere Wachstumsrate zu verzeichnen - man sprach bereits von Krise. 1981 produzierte Österreich Güter und Leistungen im Wert von 1.060 Milliarden Schilling. Die BRD im Wert von 1.552 Milliarden DM, die USA im Wert von 2.922 Milliarden Dollar. Inflationsbereinigt bedeutet dies: Alle westlichen Volkswirtschaften haben ihre Wertschöpfung seit Beginn des Wirtschaftswunders mehr als verdoppelt. Die Wirtschaft ist ununterbrochen gewachsen. Diese beständige gigantische Ausweitung der Produktion war nur deshalb möglich, weil vor allem in Europa ein ungeheurer Nachholbedarf an Gütern und der Wunsch nach Wohlstand herrschten. Diese Nachholphase ist längst abgeschlossen - übrig geblieben sind Überkapazitäten. Aber die Österreicher sind auch wohlhabend geworden, denn das Privatvermögen war noch nie so groß wie heute. Die Arbeiterkammer hat 1996 das Privatvermögen der Österreicher auf 6.000 Milliarden Schilling geschätzt. Im Durchschnitt verfügte damals jeder österreichische Haushalt über ein Privatvermögen von 1,8 Millionen Schilling. 1993 hatten die Österreicher, lt. einer Studie der Arbeiterkammer Wien, schätzungsweise 6.313 Milliarden Schilling an Haus- und Grundbesitz, Spareinlagen und sonstigem Vermögen angehäuft. Diese Besitzsteigerung seit 1945 ist gigantisch, und eigentlich müsste Zufriedenheit und Glück als Ergebnis dieses materiellen Wohlstandes vorherrschen. Ängste und Skepsis überwiegen jedoch! Wenn man die Wirtschaftsdaten im Zeitvergleich der Statistik Austria betrachtet, dann kann man eigentlich für Österreich nur eine positive Entwicklung feststellen. Österreich zählt zu den reichsten, den stabilsten, den sichersten Ländern dieser Erde, trotzdem ist ein gewisser Pessimismus deutlich spürbar.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die wirtschaftliche Entwicklung gekennzeichnet war durch die Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg. Oberstes Ziel war es, Wohnräume, Nahrungsmittel, Energie und Arbeitsplätze zu schaffen, um das physische Überleben der Bevölkerung zu sichern. In der anschließenden „Wirtschaftswunderphase“ konnte Massenwohlstand erwirtschaftet werden - Kühlschrank, Waschmaschine, Radio, Fernsehen, Auto und Urlaubsreise wurden für breite Bevölkerungsschichten selbstverständlich. In immer rascherer Folge wurden neue Produkte erzeugt und gekauft. Die junge Generation wusste mit den Grundwerten der protestantischen Ethik nichts mehr anfangen - Bedürfnisbefriedigung war durch das Kreditsystem sofort möglich, gearbeitet wird später. Neue Technologien und Massenbildung waren auch Ursache, dass es zu Verschiebungen in der gesellschaftlichen Struktur kam. Heute gibt es keine proletarischen Massen mehr, Herr und Frau Österreicher sind noble Bürger geworden, doch wird und kann das so bleiben? Egal welche kurzfristigen Modeerscheinungen in der Zukunft Werte verändern können, letztendlich bestimmt das materielle Sein das gesellschaftliche Bewusstsein. Die Abhängigkeit von Importen zur Deckung der Grundversorgung nimmt beängstigende Ausmaße an, etwa von Gaslieferungen aus Russland, die Abhängigkeit von Öl aus Krisenstaaten, aber auch die Versorgung mit Lebensmittel kann, bedingt durch heimische Monokulturen, Gentechnologie, Auslagerungen und Spezialisierung von der österreichischen Agrarindustrie nur mehr bedingt sichergestellt werden. Verstärkt wird diese Abhängigkeit auch durch Monopole multinationaler Saatgut- und Düngemittelproduzenten. In manchen Ländern der Dritten Welt wurden Bauern durch falsche Beratung dieser Konzerne bis in den Selbstmord getrieben. Die Agrarsubventionspolitik der Europäischen Union verzerrt ebenfalls den angeblich freien Handelsverkehr, denn wie ist es zu erklären, dass afrikanische Bauern ihre Produkte auf den lokalen Märkten teurer anbieten müssen als subventionierte europäische Waren gleicher Art? Ein Wertewandel in Richtung regionale Versorgung und lokalem „klein, aber fein“ wäre ein erster Schritt den Wahnsinn von Importen, wie chinesischem Knoblauch oder australischem Rotwein, zu verhindern, von den Umweltschäden durch gigantische Transportflotten ganz zu schweigen.

Die materielle Gier der Menschen hat den ganzen Globus erschüttert, die Folgen dieser weltweiten Wirtschafts- Finanz- und Gesellschaftskrise sind überhaupt nicht abzuschätzen, denn die gigantischen Schulden müssen zurückgezahlt werden, es gibt nichts umsonst, irgendjemand bezahlt immer die Zeche. Frühere Generationen vererbten ihren Nachfolgern den erwirtschafteten Familienbesitz, welche Schuldenberge und Umweltschäden erben unsere Kinder? Welche Werte werden ihre Handlungen leiten? Heraklits „panta rhei“ hat heute mehr tiefen Sinn als je zuvor, denn „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt“, der Fluss der Zeit fließt ohne Möglichkeit der Umkehr: „Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.“

3.2 Alles ist relativ

 „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

(Aus: Tractatus Logico-Philosophicus, dem ersten Hauptwerk des österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein)

 Vor über zwanzig Jahren hat der charismatische Psychologe Erwin Ringl der „Österreichischen Seele“ Eigenschaften zugeschrieben, welche angeblich keinem Wandel unterliegen, er hat sozusagen die Archetypen des eingeborenen Kakaniers diagnostiziert. In einer „Neuen Rede über Österreich“ stellte er trefflich einige Thesen auf, etwa das der gelernte Österreicher nur wahrnehmen will, was ihm gerade in den Kram passt. Österreich als Verdrängungsgesellschaft, frei nach der Strauß’schen „Fledermaus“: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“. Daraus resultiert eine selektive Wahrnehmung und Verarbeitung der alltäglichen Erfahrungen - es muss etwas geschehen, wird einerseits geraunzt und gleichzeitig resignierend verdrängt, da kann man halt nichts machen. Der biedermeierhafte Rückzug führt zu Isolation und Selbstentfremdung, selbst Ehepaare sprechen täglich, laut Ringel, maximal sieben Minuten miteinander. Die Grenzen der Sprache sind, nach Wittgenstein, die Grenzen der Welt, auch der eigenen Innenwelt. Ferdinand Raimund formulierte dieses Problem des nicht wahrhaben wollens in seinem „Alpenkönig und Menschenfeind“ tiefenpsychologisch: „Du begehst die größte Sünde die es gibt: du erkennst dich selbst nicht!“ Anscheinend erschrecken Ehepaare besonders intensiv, wenn sie sich dann doch erkennen, denn die Konsequenzen sind noch nie dagewesene Scheidungsraten, in Wien bereits vierundsechzig Prozent. Der Meinungsforscher Rudolf Brettschneider meint jedoch, Erwin Ringel hat sich geirrt, es gibt gar keine „Österreichische Seele“, höchstens typische Mentalitäten, Grundhaltungen, aber oft auch nur klischeehafte Vorurteile. Was ist nun wirklich typisch österreichisch? Die GfK-Gruppe hat in 15 europäischen Ländern eine Lebensstil-Studie durchgeführt und die Österreicher erscheinen dabei als vergleichsweise: sparsam, pflichtbewusst, wertkonservativ, arbeitsam auf. Auch ein gewisser Hang zu Ruhe, zum Status quo, kann festgestellt werden, denn allzu radikale Veränderungen lieben die Österreicher nicht. Manchen Menschen fallen neue Werte oder Trends gar nicht auf, sie erleben den Wandel ohne ihn wahrzunehmen. „…im Wohnzimmer ist der Fernseher Konstante und hat den Herrgottswinkel aus früheren Tagen verdrängt.“ Revolutionen finden in Österreich nicht statt, auch die 68iger waren mit ihrem lächerlichen Aktionismus, im Vergleich zu den deutschen und französischen Rabauken, geradezu witzige Clowns. Der Historiker Herwig Rumpler beschreibt die Angst des Bürgers vor der eigenen Courage bei der 1848er Revolution: „Kaum war die Revolution ausgebrochen, galt die Hauptsorge des Bürgertums eigentlich schon wieder deren Beendigung“. Gegenrevolution und aufgeklärter Absolutismus sind bis heute stärker verinnerlicht als der Drang zu einer „Bürgergesellschaft“. Direktdemokratische Mitentscheidung bewundert man bei den Schweizern, in Österreich wird Politik bis heute mit Gefühlen wie Ärger, Misstrauen und Widerwillen assoziiert. Das hat zur Folge, dass sich der Parteienstaat zur Cliquenwirtschaft entwickelt hat.  Franz Witzeling, Chef des Humaninstitutes in Klagenfurt, glaubt, dass sich die Österreichische Seele zwischen Fortschritt und Vorsicht gegenüber neuen gesellschaftlichen Entwicklungen "im mentalen Tangoschritt" bewegt. Der Beitritt zur EU und die Globalisierung hätten manch mentales Erdbeben ausgelöst. Als Beispiel nennt Witzeling die Politik: "Kräfte, die sich bisher im sozialpartnerschaftlichen Paarlauf so manches richten konnten, suchen nach neuen Allianzen und politischen Partnerschaften". Die Österreicher schätzen sich auch selbst als eher statisch ein: das Humaninstitut hat bei einer Befragung über die Österreichische Seele bei 42 Prozent der Befragten Nostalgiker gefunden und nur zwölf Prozent Modernisten. Bei der Frage nach der eigenen Mentalität gewinnt die Bequemlichkeit (32%), dicht gefolgt von der Genussfähigkeit (30%). Nur zwölf Prozent halten die Österreicher für risikobereit. Eher konservativ fällt auch das Ergebnis zur Frage nach Österreichs Image aus. 52 Prozent der Befragten gab an, dass Österreichs Image durch historische Tradition geprägt sei, nur 19 Prozent glauben, dass das Image durch neue Trends bestimmt wird. Diese Biedermeiermentalität impliziert logischerweise mehr Pessimismus in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und es ist nicht verwunderlich, wenn das Meinungsforschungsinstitut IMAS erhob, dass die Zukunft von 30% „mit Skepsis“ und von 29% „mit Sorge“ gesehen wird, nur 34% sind zuversichtlich. Solche Zukunftseinschätzungen wurden letztmalig in den frühen 80er Jahren festgestellt. So ist Nestroys Feststellung: „Warum aber diese neue Zeit die Zeit des Fortschritts genannt wird, das ist die einzige Frag, auf die ich keine Antwort weiß“ hochaktuell. Auch die Jugend rebelliert nicht. Laut einer aktuellen Spiegel-Umfrage sind die 20-35-jährigen: vernetzt, global und angepasst, denn gute Jobs gibt es nur bei totaler Flexibilität und Mobilität. Sie empfinden sich nicht als Generation, sie sind nur Einzelne, die sich gleichen. Kein „Wir“ nur mehr ein „Ich“. Der Soziologe Klaus Hurrelmann, Autor der letzten Shell-Jugendstudie: „Die Unruhe eventuell nicht an der Gesellschaft teilhaben zu können, führt zu einem latenten oder offenen Krisengefühl.“ Dreißig Prozent der Jugendlichen zwischen 20-35 Jahren glauben, dass sie wegen der Wirtschaftskrise Probleme haben werden und achtundfünfzig Prozent befürchten eine politische Instabilität, aber keine existentielle Krise, sie wollen einen Job und sich kleine Träume erfüllen. Der Soziologe Ulrich Beck nennt diese Kohorten „Generation Prekär“ – eine pragmatische Generation, Ideologien sind unbekannt. Das deckt sich auch mit einer Mädchenstudie des IFES-Instituts: „Mädchen wollen Uni-Diplom statt Traumprinzen“, denn die junge Wienerin ist selbstbewusst, „goschert“ und weiß, was sie will. Die traditionellen Rollenmodelle wurden durch linkspropagandistische Selbstverwirklichungsutopien aufgeweicht. Das Ziel für gegenderte Mädchen soll lauten: zuerst Job und Karriere, dann erst Familie und Kinder. Doch in Zeiten von Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit scheint auch die Selbstverwirklichung an der Billakasse ihren strahlenden Reiz zu verlieren. Nur, wer wird in Zukunft all die angehäuften Altlasten zurückzahlen? Wo sind noch Steuereinnahmen einzutreiben, um all die „Künstler“ im Nestroyschen Sinn zu erhalten: „Ich bin ein Künstler, das kann mir kein Mensch abstreiten. Ich betreibe die Kunst, auf Kosten anderer Leute zu leben.“ Rudolf Brettschneider, ein erfahrener Hinterfrager der Österreichischen Mentalität und Werteeinstellungen meint, dass etwas fehlen würde, wenn es den österreichischen Komplex an Sprachen, Denkfloskeln, Reflexen und Lebensstilmustern nicht gäbe: „Was würde fehlen, wenn es dieses Österreich nicht gäbe oder wenn Österreich genauso wäre wie andere europäische Länder auch? Wenn seine Besonderheit aufginge in der relativen Ausprägung von ein paar ökologischen, materiellen und demographischen Kennzahlen? Oder ist es vielleicht schon wieder österreichisch, sich den Wert dieses Landes durch die Vorstellung seines Fehlens und seiner Abwesenheit wachzurufen? – A.E.I.O.U. – Allen Ernstes Ist Oesterreich Unermesslich“ Kein Sozialwissenschaftler kann all diese vielschichtigen Erkenntnisse besser zusammenfassen als der wahrscheinlich intimste Kenner der so genannten Österreichischen Seele – Johann Nepomuk Nestroy: „So gibt`s viele gute Mensch´n, aber grundschlechte Leut“ oder wie der Soziologe Roland Girtler gerne zitiert: „Auf der ganzen Welt sind die Leute falsch, nur in Österreich sind sie liebenswert falsch.“

 Werte! Werte? Wo sind sie geblieben? (28/2015 - neu)

Als 2004 im Europäischen Parlament die neue Kommission vorgestellt wurde, war die Nominierung von Ex-Kommunisten kein Problem. Andris Piebalgs aus Lettland, Siim Kallas aus Estland, Dalia Grybauskaite aus Litauen, Danuta Hübner aus Polen und László Kovás aus Ungarn "bereicherten" mit ihrer marxistischen Sozialisation das ehemals christliche Europa. Nur der italienische Kandidat, der friedliche, ehrwürdige Universitätsprofessor Rocco Buttiglione wurde abgelehnt - weil er bekennender Christ ist und er Homosexualität für eine Sünde hielt. Er meinte auch, es sei Zweck einer Familie, dass Frauen Kinder bekommen können und sich dabei des Schutzes ihres Mannes, der für die Familie sorgt, erfreuen dürfe. Mit solchen Aussagen ist heute ein Politiker disqualifiziert. In Europa ist anscheinend alles Hinterfragenswürdige tabulos erlaubt - Abtreibung, Pädophilie, Homosexualität, Genderwahn und auch Euthanasie. Und in Amerika? Patrick Buchanen bezeichnet den American Way of live als "kulturellen Marxismus" - ähnlich dem europäischen "linken Liberalismus". Vertrat einst der amerikanische Präsident Thomas Jefferson die Ansicht, Kastration sei die angemessene Strafe für einen aktiven Homosexuellen, so stellen nach 200 Jahren amerikanische Richter fest, aus den Texten von Jefferson ergebe sich die Pflicht, die homosexuelle Lebensweise zu schützen. So kreativ sind heute Richter, sie brauchen eigentlich gar keine Gesetze mehr, sie schaffen selbst gesetzliche Fakten. Aber die Politiker hüten sich um des Machtgewinns selbstverständlich gegen solche Wertverschiebungen aufzumucken, so äußerte sich etwa die mögliche neue US-Präsidentin Hilary Clinton, anlässlich des ihr 2009 verliehenen Margaret-Sanger-Preises: "Ich bewundere Margaret Sanger sehr - für ihren Mut, ihre Zähigkeit, ihre Vision". Welche radikalen Visionen hat nun die Sozialistin Sanger? Sie war bahnbrechend tätig im Bereich Abtreibung und gründete "Planned Parenthood" - ein gigantischer Koloss mit Hunderten von Abtreibungskliniken. Sanger hat nicht nur Abtreibung propagiert, sondern auch Eugenik und Rassismus. Vladimir Palko schreibt in seinem Buch: "Die Löwen kommen" über Hilary Clintons Vorbild: "Ihre zahlreichen Aussagen über die Notwendigkeit, die Anzahl minderwertiger Menschen unterschiedlicher Art zu reduzieren, die "Verrückten", die "Behinderten", die Angehörigen "niederer Rassen", könnten aus dem Wörterbuch von Adolf Hitler stammen." Die Vision von Margaret Sanger hat bis heute zu etwa einer Milliarde legaler Abtreibungen weltweit geführt. Dazu Palko, immerhin ehemaliger slowakischer Innenminister: „. die Legalisierung von Abtreibungen, dem vernichten von menschlichen Leben, ist ein Verbrechen, das die Verbrechen der Nationalsozialisten übersteigt" -Ja er stellt sogar die provokante Frage, ob unter all den von ihm angeführten weltweit praktizierten Untaten gegen die Menschlichkeit heute überhaupt ein Nürnberger Prozess denkbar wäre. Palko zitiert auch eine Statistik der Abtreibungen in Rumänien als Beispiel - 1990: 992.265 ermordete, ungeborene Kinder. Grundlage der heutigen Wertebeliebigkeit ist die "Gender-Ideologie", die eine Austauschbarkeit im Rollenverhalten von Mann und Frau propagiert und die Zerstörung der Familienstrukturen als Endziel hat. Ein OECD Bericht zeigt dies deutlich: das Verhältnis von Scheidungen zu Eheschließungen hat sich seit 1970 im Durchschnitt vervielfacht - in Deutschland waren es 1970 weniger als 20 Scheidungen auf 100 Eheschließungen, heute sind es 50 - Tendenz steigend, ebenfalls bei Singlehaushalten und Nesthockern. Die Geburtenrate sinkt (Fertilität in Österreich nur 1,4) und Homosexualität wird zum bejubelten Lifestyle. Dabei zeigt die soziologische Studie von Mark Regnerus, Texasuniversität in Austin, auf, dass bei Kinder, die in einer homosexuellen Beziehung aufwachsen mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit Drogenprobleme, Gesetzeskonflikte, psychische Probleme, Arbeitslosigkeit und sexueller Missbrauch sowie Labilität homosexuelle Praktiken auszuüben aufweisen. All das zeigt anscheinend, dass Oswald Spenglers Vision vom "Untergang des Abendlandes" in der Endphase angekommen ist. Der Ausspruch von Pierre Elliott Trudeau, katholischer Regierungsvorsitzender Kanadas sollte daher schleunigst zur Maxime erhoben werden: "Der Staat hat in den Schlafzimmern der Menschen nichts verloren". Und die Sexministerin Hei-Ho soll endlich die Kinder unmanipuliert aufwachsen lassen, damit diese ohne Beeinflussung zu ihren eigenen Werten finden können und nicht fremdgesteuerte linke Untertanen werden müssen. Aber was will man schon von Marxisten erwarten, die heute noch das Wort Friedrich Engels glauben: „In der Familie ist der Mann der Bourgeois und die Frau das Proletariat.“

Die biologische Bombe tickt – die Weltbevölkerung explodiert! (21/2015 - neu)

Seit 200.000 Jahren treibt die Spezies Mensch auf unserem Planeten ihr Unwesen und vermehrt sich – zuerst moderat, denn Nahrung und lebensnotwendige Ressourcen waren knapp und meist nur unter Lebensgefahr erreichbar. Mit zunehmender technischer Entwicklung, medizinischer Versorgung und scheinbar unendlicher Verfügbarkeit von Wasser und Lebensmittel jedoch scheint es für die maßlose Vermehrung des homo sapiens keine Grenzen zu geben. Vor 10.000 Jahren lebten gerade einmal eine Million Menschen auf der Erde, um 1800 n.Chr. immerhin schon eine Milliarde, vor 50 Jahren waren es drei Milliarden, am 9.Mai 2015 waren wir 7,313.705. 781 und im Jahre 2050 wird die explodierende Exponentialfunktion mindestens die neun Milliardengrenze erreichen und gegen Ende des Jahrhunderts prognostizieren die Demographen weit über zehn Milliarden Erdenbürger! Die Weltbevölkerungsuhr tickt, die biologische Zeitbombe dreht sich atemberaubend und die UN Population Division geht davon aus, dass der Zuwachs pro Sekunde 2,6 Menschen, pro Minute 155, pro Tag, 223.739, pro Jahr 81.664.697 Menschen beträgt. Die deutsche Stiftung Weltbevölkerung schätzt noch höhere Vermehrungsraten (1).

Pro Jahr vermehrt sich die Menschheit um zehn Länderpopulationen in der Größe von Österreich. Aber das hat seinen Preis: die beispiellose Ausweitung der industriellen Landwirtschaft, mit dem Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Mineraldünger, verursacht enorme Umweltschäden und führt zum Verlust von Lebensräumen und zu gigantischer Schadstoffbelastung unseres Planeten. Ganze Ökosysteme sind bereits vernichtet, die Meere überfischt und der Wasserbedarf explodiert, denn der Wasserverbrauch wächst doppelt so schnell wie die Bevölkerung.  Eine wachsende Menschheit braucht auch mehr Energie, das wiederum führt zu einem immer höheren Ausstoß von Treibhausgasen und beschleunigt den Klimawandel. Rohstoffe werden knapp. Jeder Erdenbürger will teilhaben am Wohlstand, jeder will ein Handy, einen Fernseher – ein Auto. 1960 gab es weltweit 100 Millionen Autos, 1980 waren es 300 Millionen und heute fahren weit über eine Milliarde Autos auf unserem Planeten herum (2). Alan Weisman dazu: „Während die Menschheit sich in den vergangenen 100 Jahren vervierfacht hat, hat sich unser Ressourcenverbrauch, gemessen am weltweiten Bruttosozialprodukt, um den Faktor 17 erhöht.“ (3)   Vor über 40 Jahren warnten bereits die bedeutendsten Wissenschaftler der Welt in ihrem Bericht an den Club of Rome davor, dass „Die Grenzen des Wachstums“ erreicht sind. Es half nichts, denn Politiker und die Wirtschaft gieren nach immer höheren Wachstumsraten – nur wie soll das gehen, wenn wir nur einen Planeten Erde zur Verfügung haben? Wissen all diese Wachstumsutopisten nicht, dass bei etwa 5% Wachstum nach 15 Jahren bereits ein Verdoppelungseffekt eingetreten ist? Jorgen Randers schreibt in seinem neuen Bericht an den Club of Rome „2052“: „Es ist überraschend schwierig optimistisch zu bleiben, wenn man im tiefsten Herzen weiß, dass die Welt auf eine Katastrophe zusteuert. Selbst wenn man ein ansonsten perfektes und befriedigendes Leben führt, ist es doch ermüdend zu wissen, dass so viel systematisch unternommen wird, um unsere gemeinsame Zukunft zu zerstören“. Nochmals: Selbst, wenn die heutige Generation im Vergleich zu ihren Großeltern und Eltern pro Familie weniger Kinder bekommen, bevölkern doch alle viereinhalb Tage eine Million Menschen mehr unseren Planeten, speziell die Städte platzen aus allen Fugen, immer mehr menschenunwürdige Slums entstehen. 500 Städte beherbergen mehr als eine Million Menschen, 27 Städte mehr als 10 Millionen. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird unsere Zahl erneut fast um die Hälfte gestiegen sein. Alle produzieren Abfall, stoßen Kohlendioxid aus, verbrauchen Wasser und Nahrung, Brennstoff, Wohnraum und eine Vielzahl an Dienstleistungen, Energie und Konsumgüter aller Art werden benötigen. Ein Horrorszenario!

Was bedeutet, dass für uns Europäer, wenn es weiterhin keine Bemühungen gibt diese Entwicklungen in den Griff zu bekommen? Das vorrangigste Problem ist sicherlich die unkontrollierte Völkerwanderung entwurzelter Afrikaner und Asiaten. Speziell Afrika hat die höchste Bevölkerungsexplosion weltweit. Derzeit bevölkern rund eine Milliarde Menschen den schwarzen Kontinent. Laut Prognosen der Vereinten Nationen und des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA wird sich die Bevölkerung Afrikas vervierfachen, das sind vier Milliarden Menschen bis 2100. So wird, laut UNO Studie, sich etwa die Bevölkerung von Sambia um 941%, Nigerias um 349%, Nigers um 766%, Somalias um 663% usw. vermehren (4) Die Ursache ist darin zu sehen, dass es in afrikanischen Ländern keine staatliche Pensions- oder Krankenversorgung gibt und Kinder daher als Versicherung angesehen werden. Weiters ist keine flächendeckende Sexualaufklärung mit Empfängnisverhütungsmethoden etabliert. Die biologische Bombe tickt, denn 44% der Weltbevölkerung sind unter 25 Jahre alt, also im besten Vermehrungsalter, und diese jungen, kräftigen Menschen gieren nach einem besseren Leben. Hunderttausende, ja in Zukunft ist mit mehreren Millionen Wirtschaftsflüchtlingen zu rechnen, drängen ins Paradies Europa. Und unsere unverantwortlichen Politiker sagen, ja kommt nur, ob jetzt Afrika 1 Milliarde oder 4 Milliarden Menschen trägt, das ist egal, wir nehmen alle. Es findet der größte Bevölkerungsaustausch aller Zeiten statt. Die größte Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte wird zu sozialen Unruhen führe, Bürgerkriege sind vorprogrammiert. Die unterschiedlichsten Kulturen der Erde werden auf engstem Raum zusammenleben müssen und wie etwa das Beispiel Jugoslawien gezeigt hat, ist das nicht möglich. Parallelgesellschaften werden ihre eigenen Normen und Werte mit allen Mitteln umsetzen wollen, speziell die radikale Religionsideologie Islam drängt zur Weltherrschaft und ist auf Gewalt gegen Andersdenkende programmiert. Der bedeutende Historiker Egon Flaig bringt es auf den Punkt: „Der Multikulturalismus mündet langfristig in den Bürgerkrieg“. Österreichs Bevölkerung wird, trotz Vermehrungsrate von nur 1,4 auf 9,4 Millionen bis 2060 anwachsen. 2001 lebten in unserer Heimat 85.578 Türken, am 1,1,2013 waren es bereits 282.193. Der Ausländeranteil belief sich 2001 auf gesamt 959.034, am 1.1.2013 waren es bereits 1.665.050 – Tendenz stark steigend. Dabei brauchen wir, laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, gar keinen Zuzug, mit den vorhandenen Fachkräften ist der Bedarf gedeckt, es ist eine reine Frage der richtigen Vermittlung (5).

Stephen Emmotts Resümee seiner Analyse lautet: „Wenn wir eine globale Katastrophe verhindern wollen, müssen wir irgendetwas Radikales tun – und ich meine wirklich tun. Aber ich glaube nicht, dass wir das machen werden. Ich glaube, wir sind nicht mehr zu retten. Ich habe einem der nüchternsten und klügsten Forscher, der mir jemals begegnet ist, einem jungen Kerl aus meinem Labor, der sich weiß Gott in diesen Dingen auskennt, die Frage gestellt: Wenn er angesichts der Situation, mit der wir derzeit konfrontiert sind, nur eine einzige Sache tun könnte, was wäre das? Wissen Sie, was er geantwortet hat?

- Ich würde meinem Sohn beibringen, wie man mit einem Gewehr umgeht.“ (6)

(1) http://www.weltbevoelkerung.de/meta/whats-your-number.html

(2) http://www.live-counter.com/autos/

(3) Alan Weisman: Countdown. Hat die Erde eine Zukunft? S.28

(4) Stephen Emmott: Zehn Milliarden, S. 194

(5) https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/fileadmin/Redaktion/Institute/Sozialwissenschaften/BF/Lehre/Materialien/Neue_Studie__DIW-Experten_bezweifeln_Mangel_an_Fachkraeften_-_SPIEGEL_ONLINE_-_Nachrichten_-_Wirtschaft.pdf

(6)  a.a.O. S.202ff

werwolf