Manfred Prisching über Bluff und MacDonaldisierung

http://www.youtube.com/watch?v=CqrvIWHHkSk

Manfred Prisching: "Die Bluff-Gesellschaft. Inszenierung und wahre Stärke"
"Lügen und Betrügen gelten als eine anthropologische Grundtatsache"

http://vbgv1.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/467298/

bluff

Mac

Soziale Graffiti, die die Problemfelder unserer Gesellschaft, der McGesellschaft, und unser tägliches Leben beschreibt und deutet. Netzwerk statt Heimat, Beziehungen statt Familie, Autonomie als Deckname für Einsamkeit? Ist die McGesellschaft vielleicht nur eine Anhäufung von Einzelmenschen, die unverbindlich und hektisch Aufmerksamkeit erregen wollen, die den Gag statt der Aussage suchen?

Auch Manfred Lütz beschäftigt sich mit dem Bluff:

Die Psychowelt gibt vor, in allen Lebenslagen Rat zu wissen. Aber selbst wenn man alle therapeutisch interessanten, psychologischen Mechanismen kennt, führt das nicht zu einem erfüllten Leben oder gar zu wahrer Lebensweisheit. Die Medien sind eine faszinierende Kunstwelt. Gefährlich wird es aber dann, wenn Menschen sich in dieser Welt verlieren und ihre phantastischen Kulissen mit der Wirklichkeit verwechseln. Die Finanzwelt hat auf viele Menschen eine magische Anziehungskraft. Das konnte jeder in den vergangenen Jahren beobachten. Und auch wer die Gesundheit zu seiner Religion erklärt, lebt in einer Scheinwelt. Denn sie verführt dazu, nur noch vorbeugend zu leben, um dann gesund zu sterben. Doch auch wer gesund stirbt, ist leider definitiv tot.
Diese Welten gibt es. Wir leben mit ihnen und in ihnen. Manfred Lütz beschreibt in Bluff! Die Fälschung der Welt unterhaltsam und treffend wie man erfolgreich vermeidet, von ihnen total in Besitz genommen zu werden: Damit Sie am Ende Ihres Lebens nicht erschreckt feststellen, dass Sie gar nicht wirklich geliebt, nicht wirklich verantwortlich gehandelt und sich nie wirklich gefragt haben, was das alles soll. Bluff! zeigt überraschende Auswege aus der Sackgasse. Ein launiges, nachdenkliches und nützliches Buch für jeden, damit nicht auf Ihrem Grabstein steht: „Er lebte still und unscheinbar, er starb, weil es so üblich war.“

http://www.welt.de/kultur/article109393249/Gefangen-im-Kosmos-einer-gefaelschten-Welt.html

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