2052: Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre

2052

Vor 40 Jahren erschütterte ein Buch den Fortschrittsglauben der Welt: Der Bericht "Die Grenzen des Wachstums" an den Club of Rome. "Die absoluten Wachstumsgrenzen der Erde werden im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht, wenn es der Menschheit nicht gelingt, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren", lautete seine zentrale These. Sie glich einer Revolution und machte das Buch zu einem Weltbestseller mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren. Vierzig Jahre später holt der Club of Rome erneut zu einem großen Wurf aus."2052" lautet der Name des aktuellen Reports. Er skizziert eine Zukunft, die ganz anders sein wird als wir uns dies heute vorstellen können. Welche Nationen werden ihren Wohlstand halten oder gar vermehren welche unter der künftigen Entwicklung leiden? Wie wird sich der Übergang zur wirtschaftlichen Vorherrschaft Chinas gestalten? Ist die Demokratie nach westlichem Vorbild geeignet, die großen Menschheitsprobleme zu lösen?Jorgen Randers, einer der Co-Autoren des Meadows-Reports von 1972, hat ein Szenario für die nächsten 40 Jahre erstellt; er stützt sich dabei auf globale Prognosen führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher.Trotz der überwiegend düsteren Prognosen glaubt Randers nicht an einen globalen Kollaps, denn "der Anpassungsprozess der Menschheit an die Grenzen dieses Planeten hat begonnen". Aber der Report gibt auch keine Entwarnung, denn die Zukunft wartet mit gewaltigen Herausforderungen auf, wird geprägt sein von sozialen Unruhen und zahlreichen Umbrüchen. Sie zu meistern wird unsere Jahrhundertaufgabe sein; "2052" liefert hierzu die (über)lebensnotwendigen Grundlagen.

http://mytags.ru/video/k7pdVELRMuY/kollaps-der-menschheit-im-jahr-2052-club-of-rome/

http://www.youtube.com/watch?v=S9pFukKweuM

Droht unserer Zivilisation der Untergang?

Ob Ägypter, Römer oder Maya – noch jede Hochkultur erlebte bislang ihren Niedergang. Laut einer Studie könnte unsere Zivilisation dasselbe Schicksal ereilen. Doch ein genauerer Blick zeigt: Jeder Kultur-Kollaps hat seine eigenen Gesetze.

Ewig schien es und unerschütterlich – und doch ging das römische Imperium schließlich unter. Die Hochkultur der Maya, von der noch heute die Ruinen mächtiger Pyramiden und Paläste zeugen, erlebte vor mehr als 1000 Jahren einen dramatischen Niedergang. Und bereits vor über vier Jahrtausenden war im alten Ägypten ein Reich ins Chaos gestürzt, dessen Pharaonen mit bis dahin unbekannter Pracht und Machtfülle geherrscht und Weltwunder wie die mächtigen Pyramiden von Gizeh erbaut hatten.

Es scheint ein unumstößliches Gesetz der Geschichte zu sein, dass komplexe Gesellschaften und selbst die mächtigsten Reiche irgendwann zusammenbrechen. Auch unserer eigenen Zivilisation könnte ein ähnliches Schicksal drohen – das legt zumindest eine kürzlich erschienene, von der NASA mitfinanzierte Studie nahe. Sie behauptet, dass es ein allgemeines Muster des Untergangs gibt: Wenn eine Gesellschaft die vorhandenen natürlichen Ressourcen übermäßig plündere und zugleich in eine reiche Elite und arme Massen gespalten sei, führe das unweigerlich zum Kollaps. Denn die Leute an den Hebeln der Macht wären als letzte von den Folgen der Krise betroffen und würden es deshalb versäumen, rechtzeitig umzusteuern.

„Die Menschheit fährt auf eine Wand zu“

„Leider erscheint ein solches Modell mit Blick auf die Gegenwart plausibel“, urteilt Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Die Bevölkerungszahl werde bis zum Jahr 2050 voraussichtlich auf neun Milliarden ansteigen, der materielle Wohlstand und damit der Ressourcenverbrauch erheblich wachsen – während gleichzeitig wichtige Ökosysteme an die Grenze ihrer Belastbarkeit gelangen. „Objektiv betrachtet fährt die Menschheit auf eine Wand zu“, fürchtet Schneidewind. Und gerade die Verantwortlichen in den reichen Industrieländern täten bislang zu wenig, um die drohende Katastrophe zu verhindern.

 http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/warum-zivilisationen-untergehen-werden-wir-scheitern-wie-die-alten-roemer_id_3738906.html