DL-Aktiv zum Thema: "BLACKOUT"

Wohl oft fand ich, was Aug' und Herz ergötzte, doch nie, was meine Heimat mir ersetzte.

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AVISO: Herr Oberst Gottfried PAUSCH wird zum topbrisanten Thema: „Blackout“ bei DL-Aktiv referieren.

Ort und Zeit: Deutschlandsberg, Hauptplatz 10 - Gasthof KOLLAR, 13.09.2018 - 18.30

 

Pausch

https://www.truppendienst.com/themen/beitraege/artikel/blackout-und-seine-folgen/

Als Truppenoffizier des Österreichischen Bundesheeres wurde er 2016 vom Streitkräfteführungskommando mit der Leitung des heeresinternen Teilprojektes „Sicherstellen der Führungsfähigkeit der Streitkräfte im Blackout-Fall“ beauftragt. Eine der daraus gewonnenen Erkenntnisse ist, dass die Resilienz der Gesellschaft in allen Bereichen zwingend verstärkt werden muss. Der Autor hat diese Fallstudie in Eigeninitiative erstellt und nach monatelanger Recherche und Analyse der Fakten die Ergebnisse zusammengefasst. Die darin gewonnenen Erkenntnisse stehen nun allen interessierten sowie handlungsverantwortlichen Personen zur Verfügung.

https://www.truppendienst.com/fileadmin/user_upload/Einzelbeitraege/pdf/2017/Fallstudie_BLACKOUT_Stand_28_11_17.pdf

blackout

Zum Thema weitere Informationen: http://www.herbert.saurugg.net/2018/blog/stromversorgung/commenda-die-oesterreicher-sind-auf-krisen-ueberhaupt-nicht-vorbereitet

Wer habe heute noch eine “Speis” und ausreichend Lebensmittel für bis zu zwei Wochen zu Hause? Mit dieser Frage konfrontierte Generalstabschef General Othmar Commenda seine Zuhörer bei einem Vortrag der “Agrar-Info-Exklusiv” in Linz. Um damit auf die Verwundbarkeit der Lebensmittelversorgung in einem Krisenfall hinzuweisen.

“Die Österreicher sind auf derartige Krisen überhaupt nicht vorbereitet”, ist Commenda überzeugt. Bei einem “Blackout”, also einem flächendeckenden Stromausfall, würde im Land innerhalb weniger Tage Chaos ausbrechen. “Wir sind unheimlich verwundbar.” Denn, die Menschen hätten keine Vorräte, ohne Energie würden Kühlaggregate und Heizungen versagen, auch Transporte gebe es dann keine mehr.

Commenda plädierte dringend für ein Wiederaufleben der sogenannten “umfassenden Landesverteidigung”. Diese beinhalte die zivile, wirtschaftliche und – besonders wichtig – die geistige Landesverteidigung. “Wir müssen die Menschen dafür sensibilisieren, dass es diese Gefahren nicht nur im Fernsehen und weit weg gibt.”

Aber nicht nur die Haushalte müssten zukunftsfit gemacht werden. “Eine Armee, die sich in der Krise nicht mehr selbst bewegen kann, ist keine Hilfe”, kritisierte der oberste Soldat den Sparzwang, der die Rolle der Armee als strategische Handlungsreserve der Republik beinahe zerstört habe. “Mit ökonomischem Denken sind Krisen nicht bewältigbar”, sagte Commenda. Und meinte damit die Forderung des Rechnungshofes, “Bevorratungen” beim Heer aufzugeben. Die Konsequenz: Es gebe keine Tanklager mehr, die im Notfall speziell für Blaulichtorganisationen unabdingbar wären.

http://www.herbert.saurugg.net/ueber-mich/publikationen

Ein europaweiter Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) – das unterschätzte Katastrophenszenario

Immer wieder ist in der Öffentlichkeit von einem möglichen Blackout die Rede. Der deutsche Bundesinnenminister hat im Sommer 2016, der Schweizer Verteidigungsminister im Jänner 2017, sogar von der wahrscheinlichsten Großkatastrophe gesprochen. Bis zu sieben Tage könne es dauern, bis nach einem solchen Ereignis das europäische Stromversorgungssystem wieder halbwegs normal funktionieren würde. Wäre Ihr Unternehmen auf ein solches Ereignis vorbereitet?

http://www.herbert.saurugg.net/2017/blog/stromversorgung/blackout-das-unterschaetzte-katastrophenszenario

http://www.saurugg.net/wp/wp-content/uploads/2018/01/Brandaus_2018_01_Blackout.pdf

http://www.saurugg.net/wp/wp-content/uploads/2014/10/blackout-eine-nationale-herausforderung-bereits-vor-der-krise.pdf

Laut den Experten wird ein Cyber-Angriff von einem äußerst zerstörenden Ausmaß bestimmt stattfinden, und dieser Angriff wird seine eigene Bezeichnung erhalten, wie der Angriff auf Pearl Harbor oder die Terroranschläge vom 11. September 2001. Laut der Expertin wird dieser Angriff „entsetzlicher, als wir zuvor gedacht haben“ sein.

https://de.sputniknews.com/panorama/20180603320992738-cyber-angriff-katastrophen/

Experten des Weltwirtschaftsforums haben in ihrem Bericht „The Global Risks Report 2018“ das Ansteigen von Hacker-Angriffen als eine unterschätzte Gefahr für das Weiterbestehen des globalen Internets definiert.

Umfangreiche Cyberattacken könnten demnach die Einheitlichkeit und die Grenzenlosigkeit des Internets schon in der nahen Zukunft zerstören, erklären die Fachleute in ihrem Bericht.

„Die Verbreitung von grenzüberschreitenden bösartigen Cyberattacken kann der wahrscheinlichste Auslöser für den Zusammenbruch des Internets unter der Führung von Regierungen in nationalen und regionalen ‚abgeschotteten Räumen‘ sein“, warnen die Experten.

https://de.sputniknews.com/wissen/20180118319132676-ende-internet-cyberwars/

https://www.tagesschau.de/inland/flughafen-hamburg-stromausfall-101.html

Der Hamburger Flughafen steht still: Wegen eines Stromausfalls am Vormittag ist der Betrieb am fünftgrößten Airport Deutschlands eingestellt, der sonntags gewöhnlich 200 An- und Abflüge abfertigt.

https://diepresse.com/home/wirtschaft/energie/5360298/Oesterreich-naehert-sich-dem-Blackout

Österreich nähert sich dem Blackout

Die Gefahr einer Überlastung der Netze steigt, warnt der Netzbetreiber APG. Die Kosten für die Sicherung der Stromversorgung stiegen auf 300 Millionen Euro. Für die Zukunft brauche man "alle Gaskraftwerke" und dringend neue Leitungen.

Jeder Tag ohne Strom kostet eine Milliarde Euro

Einen ersten Vorgeschmack auf das, was kommt, bot das vergangene Jahr. Der Jänner war trocken, kalt und finster. Der Juni trocken, heiß und windstill. Die Folge: weder die Wasser-, Wind- noch Solarkraftwerke haben genug Strom erzeugt, um den heimischen Bedarf zu decken. An 301 Tagen musste der Übertragungsnetzbetreiber APG eingreifen, um das Netz stabil zu halten. Erst durch den Einsatz aller thermischen Kraftwerke im Land und massiver Importe (etwa von slowenischen Braunkohlekraftwerken) konnte eine Überlastung verhindert werden.

http://www.zivilschutz.steiermark.at/blackout.html

Blackout ist ein zentrales Thema rund um den Katastrophen- und Zivilschutz. Seitens des Landes Steiermark, FA Katastrophenschutz und Landesverteidigung gemeinsam mit dem Zivilschutzverband Steiermark wird immer wieder bei Informationsveranstaltungen in den Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und auch bei Seminaren in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark in Lebring darauf hin geschult und beraten, wie man sich am besten vorbereitet, sollte der Ernstfall eintreten.

http://www.siz.cc/file/download/Zivilschutzverband_Blackout_Ratgeber_Kern_RZ_low.pdf

http://www.siz.cc/bund/suche?words=blackout&submit.x=0&submit.y=0&do=search

http://www.krone.at/1711560

Infos für Ernstfall - Schweden bereitet Bürger auf einen Krieg vor

Schweden will offensichtlich, dass alle Bürger für den Ernstfall gerüstet sind: Die Regierung verteilt an alle Haushalte bzw. via Internet Infobroschüren, die den Menschen zeigen sollen, wie sie sich im Fall einer Krise oder eines Krieges zu verhalten haben.

 

Schweden verteilt Flugblätter zu Kriegs- und Krisenfall

Erdäpfel, Milchpulver und mindestens drei Liter Wasser pro Person und Tag - das sollte man in Schweden nach einer neuen Regierungsbroschüre für den Krisen- und Kriegsfall immer im Haus haben. Entsprechende Ratschläge der Zivilschutzbehörde werden seit dieser Woche an rund 4,8 Millionen schwedische Haushalte verschickt.

„Diese Broschüre soll uns helfen, besser vorbereitet zu sein auf alles von ernsten Unfällen, extremem Wetter und IT-Attacken bis zu militärischen Konflikten“, so die Behörde. Obwohl Schweden sicherer sei als viele andere Länder, seien Sicherheit und Unabhängigkeit bedroht.

„Jeder ist verpflichtet“

Die 20-seitige Broschüre enthält nicht nur eine Checkliste mit Tipps zu Essen, Wasser, Wärme und Kommunikation, sondern auch Informationen zu Alarmsignalen und Schutzkellern. Schwedens Militär wird erklärt - und auch, dass jeder Einwohner zwischen 16 und 70 Jahren im Ernstfall zur Hilfe einbestellt werden kann.

„Jeder ist verpflichtet, etwas beizutragen, und jeder wird gebraucht“, heißt es. Gewarnt wird vor falschen Informationen, mit denen Staaten und Organisationen Werte und Leben der Bevölkerung zu beeinflussen versuchten.

Ähnliche Informationen hatte Schweden bereits zwischen 1943 und 1961 an die Bevölkerung verteilt.

alleine auf der Bundesheerwebseite über 1.240 Suchergebnisse
Um im virtuellen Raum zu bestehen, bilden die Cyber-Kräfte des Bundesheeres eine eigene Teilstreitkraft. Hauptträger dieser Aufgabe ist das Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence.

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https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedostsued/5159355/Feldbach_Warum-man-dringend-fuer-ein-Blackout-vorsorgen-soll

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedostsued/5188065/Verband-ruestet-auf_Notstrom-sichert-Trinkwasser-bei-Blackout

http://vulkantv.at/video/blackout-2/

https://www.youtube.com/watch?v=uSoOhihG2xQ

Die Hacker sitzen an den Schaltern
Der Angriff auf die amerikanische Stromversorgung ist schlimmer als befürchtet
win. Washington · Russische Hacker mit Verbindungen zu ihrer Regierung haben nach Angaben der amerikanischen Behörden in den letzten Jahren Hunderte von Zielen in der Stromversorgung der USA angegriffen und es dabei geschafft, bis in die Kontrollzentren solcher Anlagen vorzudringen. Wie das «Wall Street Journal» berichtete, informierte das Ministerium für Inlandsicherheit (DHS) am Montag zum ersten Mal ein breiteres Fachpublikum ohne besondere Sicherheitsgenehmigung über die Hackerangriffe. Die Angreifer waren demnach schon derart tief in die Anlagen vorgedrungen, dass sie Schalter umlegen und damit die Stromversorgung hätten beschädigen oder unterbrechen können.
Bisher waren die Aktivitäten dieser Hacker nur von privaten Unternehmen in der IT-Sicherheits-Branche öffentlich gemacht worden. Staatliche Stellen behandelten die entsprechenden Angaben als Geheimsache. Seit 2014 ist aber bekannt, dass russische Hacker mit den Codenamen Dragonfly und Energetic Bear seit 2011 nicht nur klassische Spionage betreiben, sondern auch Zugang zu wichtigen Infrastrukturanlagen im Energiebereich in den USA und mehreren europäischen Ländern suchen. Im Herbst des letzten Jahres berichtete die Firma Symantec von einer zweiten Angriffswelle der gleichen Hacker, auf welche sich die neuen DHS-Angaben nun offenbar beziehen.
Laut dem Ministerium haben die Hacker dabei auch den sogenannten Luftspalt überwunden, mit dem sich viele Unternehmen absichern. Dies bedeutet, dass keine direkten Verbindungen der Infrastrukturanlagen mit dem Internet bestehen. Die Hacker drangen aber in die – oft weit schlechter gesicherten – Computernetzwerke von Zulieferfirmen ein, die ihrerseits für Wartungsarbeiten, Aufdatierungen oder Verbesserungen auf die Infrastruktur-Netzwerke zugreifen, beispielsweise mit tragbaren Datenträgern.
Die Angriffe auf die Zulieferfirmen erfolgten mit bekannten und erprobten Hackermethoden wie Spear-Phishing oder Wasserloch-Angriffen. Mit der ersten werden Kunden mit gefälschten E-Mails von Dienstleistungsunternehmen dazu verführt, ihre persönlichen Daten preiszugeben. Mit der zweiten werden Mitarbeiter der angepeilten Firma über gefälschte Links auf gern benutzten Websites in Hinterhalte gelockt, wo ihnen unbemerkt Instrumente zum Fernzugriff in die Computer gepflanzt werden.
Ob die Hacker mit ihren Angriffen das Feld für einen Sabotageakt gegen eine kritische Infrastrukturanlage vorbereiten, ist unklar. Aber allein die Möglichkeit dazu würde jedem Gegner eine mächtige Waffe in die Hände geben. Diese ist umso gefährlicher, als laut den DHS-Experten viele Unternehmen noch gar nicht wissen, dass sie angegriffen wurden. Das Ziel der Hacker sei es nämlich, ihr Wirken zu verheimlichen. Sie tun dies, indem sie vorgeben, als dazu befugte Personen alltägliche Arbeiten an den Netzwerken auszuführen.
Aus dem NZZ-E-Paper vom 25.07.2018

BUCHTIPS:

Bedrohung Blackout

Die Katastrophe, die alle unterschätzen, und warum Sie sich dringend auf einen Blackout vorbereiten sollten

Nach der offiziellen Statistik fällt in Deutschland jeden Tag 472-Mal der Strom aus. Einschlägige Untersuchungen haben gezeigt, dass dabei 90 Prozent der Stromunterbrechungen noch gar nicht erfasst sind. Demnach würden die tatsächlichen Versorgungsstörungen bei rund 4700 Stromausfällen liegen - pro Tag!

Diese Zahl lässt erahnen, dass etwas faul sein muss mit der deutschen Stromversorgung - und tatsächlich haben sich die erforderlichen Eingriffe, um das Stromnetz stabil zu halten, vervielfacht. Denn die Risikofaktoren nehmen zu und sind vielfältig, etwa die strukturelle Versorgungssicherheit, Naturereignisse und Klimawandel, Energiewende und steigender Energiebedarf, Cyber- und Terrorangriffe.

Die Frage ist nicht, ob es zu einem Blackout kommt, sondern wann

Mittlerweile sind täglich Eingriffe der Netzbetreiber zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Stabilität des Netzes erforderlich. Oft hatten wir einfach nur Glück, dass es bei kleineren Störungen blieb. Aus diesem Grunde stellt T. C. A. Greilich seinem Buch die These voran: Die Frage ist nicht, ob es zu einem Blackout kommt, sondern wann. Um dies zu belegen, beleuchtet er nicht nur die Risiken, sondern bewertet auch die Wahrscheinlichkeit und gibt einen Überblick über bisherige Vorfälle, deren Ausmaß und Häufigkeit sowie Einschätzungen von Experten, Unternehmens- und Behördenvertretern.

T. C. A. Greilich will sensibilisieren und wachrütteln, denn viel mehr als um die Problembetrachtung geht es ihm darum, dass wir weder als Privatpersonen noch auf staatlicher Ebene für den Fall eines Blackouts vorbereitet sind - der in unserer Just-in-time-Gesellschaft fatale Auswirkungen hätte.

Doch er geht noch einen Schritt weiter und zeigt ganz konkret auf, welche Vorsorgemöglichkeiten jedermann für den Fall einer nicht mehr oder nur noch beschränkt vorhandenen Funktionalität von Lebensmittel- und Wasserversorgung, Verkehr und Bankwesen, Telekommunikation und Medien sowie staatlicher Verwaltung und öffentlicher Sicherheit hat.

T. C. A. Greilich war viele Jahre in Krisen- und Katastrophengebieten sowie Schwellenländern tätig. Er weiß, wie sich ein Leben mit ständig fehlendem Strom und einer ohne Elektrizität nicht mehr funktionierenden Infrastruktur anfühlt. In Theorie und Praxis hat er sich mit Fragen der Energieversorgung und des Stromausfalls sowie dessen Bewältigung beschäftigt. Der Autor schreibt nicht aus einer rein theoretischen Perspektive heraus, sondern aus echtem eigenem Erleben.

Blackout

 

 

Es ist das Horror-Szenario unserer Zeit ein Stromausfall verdunkelt Deutschland.

 Wie abhängig wir vom Strom sind, merken wir erst, wenn er nicht mehr da ist. Die Telefone verstummen, die Züge stehen still.

Was würde passieren, wenn ein Computervirus alle Kraftwerke lahmlegt?

TAG 1.

Als in Deutschland die Lichter ausgehen, ist es 13 Uhr 47. Es ist der 29. Dezember 2009 und noch hell. Ein strahlender Dienstag im ganzen Land, knapp über 0 Grad in Hamburg, minus 7 sind es am Fuße der Alpen.

Die Sonne scheint, als die Lichter ausgehen, weshalb niemand nervös wird.

Im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin erlischt die milde Beleuchtung, die leise Beschallung mit klassischer Musik verstummt. In den langen Schlangen, die sich nun bilden, weil die Kassen nicht mehr funktionieren, plaudern die Menschen, die noch Bücher und CDs von Heiligabend umtauschen wollen.

„Ach, Stromausfall. Na ja, wenn das noch ein bisschen dauert, wird es im September wohl viele Babys geben.“ Und eine alte Frau scherzt: „Ham ja alle noch jenug Kerzen am Baum. Dit sollte ja reichen für die Nacht.“

In dem Moment, da die Frau das sagt, springen im Klinikum Kassel mehrere Notstromgeneratoren an. Die Ärzte und Patienten bemerken ein leises Brummen. Im Skigebiet Zugspitze bleibt der Sessellift „Sonnenkar“ mit einem Ruck stehen.

In dem Moment, da die Frau das sagt, werden im ganzen Land die Ampeln schwarz. In München, Westendstraße Ecke Tübinger, wird ein Fahrradkurier von einem blauen Opel erfasst und gegen einen Laternenmast geschleudert. Der Fahrer des Opels war weitergefahren, weil die Ampel ausfiel, als sie gerade auf Rot sprang. Der Radfahrer stirbt im nahen Uniklinikum Großhadern. Auch dort ist das Summen von Generatoren zu hören. An Kreuzungen im ganzen Land gibt es in diesem Moment rund 3400 Verkehrsunfälle – zum Glück ohne weitere Schwerverletzte oder Tote.

In dem Moment, da die Frau an der Kasse von Dussmann spricht, breitet sich eine eigenartige Stille in ganz Deutschland aus. Staubsauger schweigen, Telefonate werden unterbrochen, Fernseher verstummen, die Lautsprecherdurchsagen auf den schummerigen Bahnhöfen brechen ab.

Im Bundeskanzleramt ruft in diesem Moment ein Mann an, der sich als Computerexperte vorstellt: Jentsch, mit „t“ wie Theodor vor dem „sch“. Er arbeite im Rechnerzentrum des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld. Er habe eine brisante Entdeckung gemacht, sagt er, müsse die Kanzlerin oder einen ihrer engsten Mitarbeiter sprechen.

Er rufe von seinem Handy aus an. „Jentsch, mit Theodor, es eilt – wirklich!“

Die Frau in der Telefonzentrale legt auf. „Was war das denn?“, fragt ihre Kollegin. „Ach, wieder so ein Irrer, der die Kanzlerin sprechen wollte.“

Die beiden kichern und wundern sich nicht, dass es auch in ihrem Gebäude summt und vibriert. Die Generatoren im Keller laufen auf Hochtouren.

„Überall in Deutschland?“, fragt der silberhaarige Chefredakteur von RTL-„aktuell“ zwei Stunden später, um kurz nach vier, in der Konferenz.

„Ja, alle unsere Büros sind unterwegs. München sagt, dass auch Österreich keinen Strom mehr hat“, antwortet der Nachrichtenredakteur.

„Was sagen die Behörden?“, fragt der Chefredakteur.

„Wir haben bisher kaum jemanden erreicht. Sind wohl alle noch im Weihnachtsurlaub. Einen bundesweiten Krisenstab gibt es auch noch nicht.“

„Können unsere Außenbüros noch überspielen?“

„Ja, die haben alle Notstromaggregate.“

„Gut“, sagt der Chefredakteur. „Wir machen Sondersendung. Kein Sport. Nur Stromausfall.“

„Kann doch gar keiner gucken“, sagt ein Praktikant in der Runde und lacht.

„Sie schnappen sich mal lieber eine Kamera und gehen auf die Straße“, antwortet der Chefredakteur.

Zu der Zeit, als der Praktikant auf die dunkle Straße in Köln-Junkersdorf tritt, steht der Marktleiter der Edeka-Filiale in der Waitzstraße in Hamburg-Othmarschen vor dem Kühlregal. Die Kühlung läuft seit fast drei Stunden nicht mehr. Der Marktleiter klebt ein großes Pappschild an das Regal. „Joghurt, Butter, Milch, Quark! Alles 20 Cent!“

Volker Jentsch, Informatiker im Rechnerzentrum des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld, ruft jetzt seine Frau auf dem Handy an. „Nimm die Kinder und fahr zu meinen Eltern nach Reichenbuch. Wir haben hier ein Problem.“

„Hat es einen Unfall gegeben?“, fragt Karin Jentsch ihren Mann.

„Nein, nein, kein Unfall. Aber es scheint einen Computervirus in unserem System zu geben. Und nicht nur in unserem. Der Strom ist in ganz Deutschland weg. Und der wird so bald auch nicht wieder kommen.“

Wenig später sitzt Karin Jentsch mit ihren beiden Töchtern, drei und fünf Jahre alt, im Auto, einem silbergrauen Mercedes 200TD. Als sie den Wagen anlässt, sieht sie, dass der Tank fast leer ist. Sie fragt sich, ob die Zapfsäulen an der Tankstelle auch mit Strom funktionieren.

Zu diesem Zeitpunkt betritt Regierungssprecher Ulf Wiebold das Büro der Bundeskanzlerin, ohne vorher anzuklopfen. Im Skigebiet Zugspitze werden in diesem Moment, 18 Uhr 44, die letzten Menschen mit Leitern aus dem Sessellift befreit.

„Wir haben ein ernsthaftes Problem“, sagt der Regierungssprecher. Im Büro der Kanzlerin läuft der Fernseher lautlos. Beide sehen auf den Flachbildschirm. RTL zeigt eine Luftaufnahme der dunklen Hauptstadt. „LIVE“ steht da. Und: „STROMAUSFALL“. In Berlin, im ganzen Land, beginnt nun die Nacht.

Keine Flüge, keine Züge, kein Benzin mehr. Die Telefone sind tot. Plünderungen beginnen – und das alles, weil der Strom fehlt. Das Horror-Szenario unserer Zeit. In dieser Serie lässt BILD für drei Tage den Strom ausfallen. Was wäre, wenn …

TAG 2, 30. Dezember 2009

Morgens um kurz vor sieben gibt es noch immer keinen Strom. Der Deutschlandfunk sendet im ganzen Land auf einer Notfrequenz. 100.00 MHz. Polizeiwagen in allen deutschen Städten verkünden die Frequenz über Lautsprecherwagen.

In Duisburg-Marxloh hört ein Rentner die Durchsage der Polizei durch die dünnen Fensterscheiben seiner kalten Wohnung: „Einen Satz Batterien für Radios erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt. Die Polizei bittet Sie, die Radios immer zur vollen Stunde einzuschalten. Bitte informieren Sie Mitbürgerinnen und Mitbürger, die kein eigenes Radio besitzen. Achtung, Achtung, hier spricht die Polizei ...“

Karin Jentsch, die Frau des Informatikers vom Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, hat ihren Mercedes am Rand der Bundesstraße 27 geparkt. Der Tank ist leer.

Ihre beiden Töchter schlafen noch auf dem Rücksitz in Daunenjacken. Sie wartet auf einen Anruf ihres Mannes. Ihr Handy zeigt noch einen Balken Akku. Früh am Morgen hat er ihr eine SMS geschrieben. „Schalt das Radio auf 100.00 und mach Dir keine Sorgen. Ich komme, so schnell ich kann.“

Karin Jentsch dreht das Radio lauter: „Es ist sieben Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk mit einer Sondersendung. Wie das Kanzleramt bekannt gab, ist der landesweite Stromausfall Folge eines Computervirus. Ein Krisenstab ist eingerichtet und arbeitet an der Behebung des Problems. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die flächendeckende Stromversorgung bis zum Nachmittag wieder hergestellt sein wird. Die Regierung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, bis dahin nur in dringenden Fällen Häuser und Wohnungen zu verlassen und besonders Kinder sowie ältere Menschen mit Decken zu versorgen. Die nächsten Nachrichten auf der Notfrequenz 100.00 senden wir um acht Uhr.“

Zu diesem Zeitpunkt bemerkt ein Vorarbeiter im Hamburger Hafen, dass Diebe in der Nacht einen Container aufgebrochen und mehrere Kisten Profi-Feuerwerk gestohlen haben. Die Alarmanlage des Containerlagers war ausgefallen.

In der Leipziger Feuerwehrwache Matthissonstraße schreibt ein Hauptfeuerwehrmann (HFM) den Bericht der Nacht: „... kam gegen 1 Uhr morgens Frau Helga Behrendt bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus ums Leben. Brandursache war wahrscheinlich ein umgestürzter Kerzenständer in der Nachbarwohnung.“

Zu diesem Zeitpunkt spürt die Rentnerin Christa F., 69, zwei Herzoperationen, vier Bypässe, in ihrer Zweizimmerwohnung in Gera-Leumitz einen stechenden Schmerz in der Brust. Sie drückt auf den Knopf des Notfallmelders, den die Malteser ihr vor drei Monaten angeschlossen haben. Sie überlegt, ob das Signal irgendwo ankommt, obwohl ihr Fernseher seit gestern Mittag schwarz ist und das Licht nicht funktioniert. Eine Kerze flackert auf dem Wohnzimmertisch mit den bemalten Kacheln.

Ihr Notruf kommt nirgendwo an.

BILD-Schlagzeile an diesem Tag, gemacht in einer Notfall-Redaktion, gedruckt mit Notstrom: „Deutschland dunkel!“

Meldungen aus der vergangenen Nacht, die im Berliner Krisenstab eintreffen: Auffällig viele Einbruchsdelikte in allen deutschen Großstädten. Die Pumpen in den deutschen Wasserwerken haben noch Notstrom für zwölf Stunden. Leere Supermärkte besonders in grenznahen Gebieten. Auch in Polen, Tschechien und Österreich ist der Strom ausgefallen.

Bundespolizei rät zu vorübergehender Schließung der Grenzstationen. Die Flughäfen müssen den Betrieb einstellen, weil die Generatorenleistung nach zehn Stunden nur noch für Tower und Rollbahnbeleuchtung reicht, nicht aber für Strom in den Terminals.

Zuletzt schließt der Flughafen Frankfurt. Lufthansa-Flug LH 0419 aus Washington D.C. wird nach Paris-Charles de Gaulle umgeleitet.

Die Deutsche Bahn streicht alle Zugverbindungen, weil Weichen und Signale in ganz Deutschland nicht mehr gestellt werden können.

Die Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel ruft alle Vollzugsbeamten ab 12 Uhr mittags zum Dienst, weil die elektronischen Sicherheitssysteme ausgefallen sind. Telekom und Vodafone teilen dem Krisenstab mit, dass das Notstromsystem ihrer Sendemasten gegen circa 14 Uhr ausfallen wird.

Vor Bankfilialen in ganz Deutschland warten Menschen darauf, wieder auf ihre Konten zugreifen und Geld abheben zu können. Geldautomaten funktionieren nur noch im Frankfurter Bankenviertel, wo viele größere Filialen mit Notstromgeneratoren ausgerüstet sind.

Im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld schaltet Volker Jentsch sein Radio ein: „Es ist zehn Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk mit einer Sondersendung. Die Bundesregierung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, dringende Anrufe vor 14 Uhr zu tätigen. Sollte die Stromversorgung bis dahin nicht wiederhergestellt sein, können die Mobilfunkanbieter für die Funktionstüchtigkeit ihrer Netze nicht mehr garantieren ...“

Wenig später brechen alle deutschen Handynetze wegen Überlastung zusammen. Bis 14 Uhr ist es nahezu unmöglich, zu telefonieren oder SMS zu schicken. Danach werden die Sendemasten abgeschaltet. ADAC und Polizei melden dem Krisenstab, dass sie keine Hubschrauberflüge mehr durchführen, weil eine Luftraumüberwachung nicht mehr möglich ist.

Im Süden des Landes schneien die Autobahnen zu, weil sie kaum noch befahren werden.

Kurz nach 15 Uhr betritt ein Arzt den Warteraum des Dialysezentrums Mannheim-Mitte. 13 Patienten sitzen da. „Es tut mir leid“, sagt der Arzt. „In den Nachrichten haben sie gesagt, dass es doch noch dauern wird mit dem Strom. Wir können Sie nicht behandeln. Ich habe veranlasst, dass Sie alle ins Klinikum Mannheim gebracht werden. Da läuft zumindest noch der Generator.“

Eine halbe Stunde später sieht der Arzt einer Kolonne von Krankenwagen nach. Die Blaulichter tanzen in der schummerigen Straße, bevor sie hinter einer Ecke verschwinden. Ein paar Stunden haben sie noch, denkt der Arzt.

Zu diesem Zeitpunkt hält der Schichtleiter einer Berliner Großbäckerei vor dem Kanzleramt. Er steigt aus, meldet sich bei der Wache. Wenig später erscheint eine Frau aus dem Krisenstab. Sie trägt ein graues Kostüm. In ihrer Hand hält sie ein Funkgerät. „Ich wollte Ihnen sagen, dass wir die Stadt nicht mehr beliefern können. In ein paar Stunden gibt’s kein Brot mehr.“ Er glaube, dass das überall in Deutschland ähnlich sei.

Am späten Nachmittag verprügeln sieben aufgebrachte Männer den Leiter eines Baumarkts in Kiel, weil Campingkocher und eine Gaspatrone plötzlich 200 Euro kosten sollen. Eine Scheibe wird eingeworfen. Die übrigen Mitarbeiter flüchten. Niemand kann die Polizei rufen.

TAG 3, 31. Dezember 2009

Morgens um halb vier beschließt der Krisenstab, die Bundeswehr einzusetzen. Es hat eine lange Diskussion gegeben, aber am Ende hat sich der Innenminister durchgesetzt. Diese Krise sei „schlimmer als Oder- und Elbe-Flut zusammen“.

Seit fast vierzig Stunden ist der Strom in Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich ausgefallen. Über Kurzwelle berichtet der polnische Krisenstab von bewaffneten Banden, die seit den Abendstunden durch Krakau und Szczecin (Stettin) ziehen.

Am Abend ist die Wasserversorgung in ganz Deutschland zusammengebrochen.

Der Krisenstab beschließt, die Notbrunnen öffnen zu lassen. Allein in Berlin sind es 2000. Der Generalmajor des Wehrbereichskommandos III erhält den Auftrag, die Notbrunnen zu sichern und die Wasserverteilung zu organisieren.

„Und was ist mit der Polizei?“, fragt ein Referent aus dem Innenministerium. „Die Leute können doch nicht mehr die Polizei rufen, wenn irgendwas ist.“

„Die Silvesterraketen“ sagt der Mann vom Technischen Hilfswerk in die ratlose Runde.

„Würden Sie uns bitte erklären, was Sie damit meinen“, sagt die Kanzlerin...

„Es ist sieben Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk mit einer Sondersendung. Mit sofortiger Wirkung untersagt die Bundesregierung den Einsatz von Silvesterfeuerwerk. Bis Telefon- und Mobilfunknetze wieder ordnungsgemäß funktionieren, gilt der Abschuss von Silvesterraketen und anderen Leuchtkörpern als Notfallsignal und ist nur als solches einzusetzen. Um in einer Notsituation die Polizei und andere Rettungskräfte zu benachrichtigen, feuern Sie bitte zwei bis drei Leuchtkörper ab. Warten Sie an der Stelle und machen Sie die anrückenden Rettungskräfte auf sich aufmerksam. Feuerwerkskörper für alle Haushalte werden ab sofort bei den Einwohnermeldeämtern und Polizeidienststellen ausgegeben. Der Missbrauch ist strafbar. Die Wasserversorgung...“

Gegen elf Uhr vormittags liegt ein Schneeschleier über Berlin. Der Wind kommt von Osten.

Soldaten des Logistikbataillons 172 aus Beelitz haben den Notbrunnen an der Pestalozzistraße Ecke Windscheidstraße geöffnet, mit Flatterband abgesperrt und eine Ausgabestelle aufgebaut.

Eine Schlange von etwa 120 Menschen steht dort für Trinkwasser an. Die Menschen haben Eimer und leere Plastikflaschen bei sich. „Wie Dritte Welt“, murrt ein älterer Herr im Mantel.

Eine Frau hält die BILD-Zeitung in den Händen. „Notausgabe“ steht drauf. Und: „Nach dem Lesen bitte weitergeben!“ Schlagzeile: „WÄRME. WASSER. NOTFÄLLE. Alles, was Sie jetzt wissen müssen!“

„Bei uns ist die Wohnung seit gestern Abend kalt“, sagt eine junge Mutter, die mit ihrem Sohn ansteht. Der Sohn, vielleicht sechs Jahre alt, schaut fasziniert auf die Soldaten.

Zu diesem Zeitpunkt wacht der Polizeimeister Hubert Schössel auf dem Turm der Sparrenburg in Bielefeld. Neben ihm stehen ein Fernglas und ein Funkgerät.

Vor sich hat er einen Stadtplan ausgebreitet. Als er in kurzer Folge zwei rote Silvesterraketen in der Altstadt aufsteigen sieht, greift er zum Funkgerät: „Zentrale, Zentrale, hier ist Peter 17. Ein Notsignal südwestlich der Nicolai-Kirche, ungefähre Position: Waldhof. Bitte einen Wagen schicken!“

Über Lüneburg-Kaltenmoor leuchtet eine ganze Salve von Raketen. Als mehrere Polizeiwagen anrücken, werden sie von Jugendlichen mit Böllern beworfen. Abgesehen von einigen ähnlichen Zwischenfällen, so wird dem Krisenstab vermeldet, scheint dieses Signalsystem aber zu funktionieren.

Gegen 14 Uhr erhält der Informatiker Volker Jentsch im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld die schriftliche – wenn auch handgeschriebene – Dienstanweisung, nicht weiter nach dem Computervirus zu suchen, sondern alle Systeme herunterzufahren.

Ein Team einer amerikanischen Spezialeinheit zur Abwehr von Computer- und Cyber-Terrorismus sei auf dem Weg. Volker Jentsch denkt an seine Frau, mit der er seit zwei Tagen nicht mehr gesprochen hat. Und an seine Kinder.

Zu diesem Zeitpunkt landet auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein, die mit dem Strom eigener Generatoren hell erleuchtet ist, eine Transport-Maschine „Hercules C-130“. An Bord sind das Expertenteam, Hilfsgüter und Tabletten zur Entkeimung von Wasser.

Das Krankenhaus in Westerland auf Sylt ist das erste in Deutschland, bei dem am frühen Abend die Notstromgeneratoren aussetzen. Der Dieseltreibstoff ist aufgebraucht. Gegen 18 Uhr 30 stirbt auf der Intensivstation ein Mann, 43 Jahre alt, der sich am Vormittag mit seinem Auto überschlagen hat und seitdem künstlich beatmet worden ist.

„Es ist 19 Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk mit einer Sondersendung. Der Krisenstab der Bundesregierung bittet alle Bürgerinnen und Bürger dringlichst, zu Hause zu bleiben und Ruhe zu bewahren. Sicherheit und Notfallversorgung kann zu diesem Zeitpunkt auf den Straßen nicht mehr gewährleistet werden.

Die Neujahrsansprache entfällt. Stattdessen wendet sich die Kanzlerin um 0 Uhr in einer Radioansprache zur aktuellen Lage an die Bürgerinnen und Bürger. Die Ansprache hören Sie auf der Notfrequenz 100,0.“

In einer dunklen, kalten Wohnung in Halle-Nord (Saale) wird ein kleiner Junge geboren. Eines von 1743 Kindern an diesem 31. Dezember 2009.

Wer sich zu diesem Zeitpunkt in Wakendorf II (Schleswig-Holstein) befindet, hört aus den Stallungen der Molkerei Leffer ein tiefes, unheimliches Brüllen. Es kommt von den 1200 Milchkühen, die seit fast drei Tagen nicht mehr gemolken werden können.

Der Bauer, der den Grossbetrieb in 40 Jahren aufbaute, steht weinend im Stall.

Überall am Himmel über Deutschland platzen Silvesterraketen...

Um 20 Uhr werden aus vielen deutschen Großstädten Krawalle gemeldet. In München, Hamburg, Köln und Frankfurt brennen Autos. Die Polizei ist vor Ort, aber machtlos, weil die Wasserwerfer nicht betankt werden konnten.

Irgendwo in einer Wohnung spürt ein alter Mann, dass er die Nacht vielleicht nicht überleben wird. Er will seinen Sohn noch einmal anrufen. Er nimmt den Hörer ab, obwohl er weiß, dass das Telefon nicht geht. Er hält den Hörer ans Ohr.

In Berlin bewegt sich ein Demonstrationszug auf das Kanzleramt zu. An jeder Straßenecke schwillt die Menge an. Der Verteidigungsminister schlägt vor, das Kanzleramt durch das Feldjägerbataillon 350 schützen zu lassen. Die Kanzlerin lehnt ab. Sie verlässt den Lageraum und liest das Manuskript ihrer Ansprache: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, in dieser Nacht wende ich mich in tiefster Sorge an Sie ...“

 

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedostsued/5159355/Feldbach_Warum-man-dringend-fuer-ein-Blackout-vorsorgen-soll

 

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Blackout-Totaler StromausfallBlackout Vorsorge Modell der Neuen Stadt Feldbach

 

 

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Frage der Woche: Ist Graz gegen Katastrophen gewappnet?

 

Frage der Woche: Ist Graz gegen Katastrophen gewappnet?Kriege, Flugzeugabstürze, Seuchen: Auch gegen Bedrohungen, an die im Alltag kaum jemand denkt, will man gewappne...

 

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Betreff: Artikel vom 25. Mai zur Gemeinderatsitzung DL

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde von Bekannten auf einen Absatz im Bericht über die Gemeinderatsitzung DL in der Ausgabe der Weststeirischen Rundschau vom 25.Mai hingewiesen und zwar aus folgendem Grund:

Seit längerem – konkret seit der Stromkrise in Slowenien nach dem Eisregen Anfang Februar 2014 – beschäftigen mich die Folgen und Auswirkungen von Stromausfällen für die Bevölkerung. Im Zuge von Recherchen konnte ich feststellen, dass längst schon konkrete Szenarien bekannt sind, welche zu einem europaweiten Stromausfall über längere Zeit führen können und dass es diesbezüglich bereits jede Menge Fachleute gibt, die sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen. So plante ich, im Herbst 2016 bzw. Frühjahr 2017 für unsere Gemeinde (St. Stefan ob Stainz) einen Vortrag zum Thema durch einen mir bekannten Fachmann zu organisieren. Im Zuge dieser Vorbereitungsarbeiten stellte sich heraus, dass es in jeder Gemeinde einen Zivilschutzbeauftragten gibt (geben muss/soll), der für die Organisation solcher Informationen an die Bevölkerung bzw. in weiterer Folge für die Vorbereitung von Maßnahmen im Falle von katastrophalen Ereignissen zuständig ist. In St. Stefan ob Stainz ist dies der Bürgermeister des Ortes selbst. Der von mir ins Auge gefasste Vortrag wurde dann in weiterer Folge von ihm organisiert (ob das ohne meine Initiative passiert wäre, weiß ich nicht  – aber immerhin wurde das gemacht) und auch tatsächlich durch einen Beauftragten des Steirischen Zivilschutzverbandes durchgeführt. Im Verlauf des Vortrages wurde von diesem Herrn bestätigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen und länger andauernden Stromausfall sehr hoch (seine Worte waren: eigentlich statistisch schon überfällig) sei wegen der komplexen Verzahnung des europäischen Stromnetzes. Konkret könnte beispielsweise ein Computerausfall in einem französischen Atomkraftwerk zu einem Ausfall des gesamten Stromnetzes in Europa führen und das Wiederhochfahren des Netzes könnte sich über mehrere Tage / Wochen dahinziehen wegen der diversen Abhängigkeiten, Überspannungen etc., vorausgesetzt, der grundlegende Fehler könnte behoben werden.

Diese Fakten sind an sich mittlerweile gut bekannt, außer offenbar Ihrem Redakteur Alfred Klug, der sich bemüßigt fühlte, sich über die Anfrage einer Gemeinderätin bei der Gemeinderatsitzung in DL lustig machen zu müssen. Was sonst sollte „vermeintlicher Blackout“ – fett gedruckt bedeuten? Nachdem ich Ihnen schon oben erläutert habe, dass jede Gemeinde (so auch vermutlich DL) einen Zivilschutzbeauftragten haben sollte/müsste, sollte der darauffolgende Satz wohl heißen: „…nach mehreren Minuten unsinniger Erklärungsversuche des Bürgermeisters..“, denn offensichtlich erfüllt hier DL nicht die üblichen Vorgaben, ansonsten hätte es für den Bürgermeister ein Leichtes sein müssen, auf den Zivilschutzbeauftragten der Stadt/Gemeinde zu verweisen und die Diskussion wäre wohl rasch beendet gewesen. Interessant wäre dann ja überhaupt noch gewesen, welche „skurrile“ (schreibt man übrigens mit zwei “r“) Frage denn die Gemeinderätin gestellt hat.

Wie dem auch sei: Es ist extrem verstörend, in welch untergriffiger Weise hier über ein sachliches Thema (Gemeinderatsitzung) berichtet wird; da haben Begriffe wie „skurril“, „unsinnige Minuten der Erklärungsversuche“ und „vermeintliche Unsicherheit“ absolut nichts zu suchen, denn das sind die höchstpersönlichen Ansichten des Redakteurs, die niemanden interessieren und ich frage mich weiters, in welcher Weise Sie als Presse Ihre Aufgabe als sogenannten „Vierte Macht im Staat“ wahrzunehmen gedenken. Sie sollten nämlich unter anderem darauf achten, dass die Politik ihre Aufgaben und Verpflichtungen gegenüber dem Bürger in ordentlicher Weise wahrnimmt. Da wäre es dann eher angebracht gewesen, die zu Tage getretene Ahnungslosigkeit der Stadtoberen zu thematisieren, die ich im Übrigen als von uns Steuerzahlern (nicht zu knapp) alimentierte Angestellte betrachte.

Sollte es aber so sein, dass Sie sich eher als Hauspostille (von wem auch immer) begreifen, dann ist das für mich auch kein Problem; fairerweise sollten Sie das aber zumindest in irgendeiner Form publik machen, damit man weiß, woran man ist.

 

Hier darf ich Ihnen Internetseiten zwecks näherer Beschäftigung mit dem Thema „Blackout“ anführenhttp://www.zivilschutz.steiermark.at/ http://www.herbert.saurugg.net/

und für den Herrn Redakteur Klug ein „Szenario Stromausfall“, damit er sich schlau machen kann, was dann los ist, wenn so etwas passiert.

Und falls es Sie interessiert: ich persönlich habe vorgesorgt!

Freundliche Grüße