Islamabwehrkämpfer

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Malteserorden


Wappen der Malteser

Wappen der Malteser

Der Malteserorden - mit vollem Namen Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta - ist der katholische Zweig des alten Johanniterordens. Nachdem der Ordensstaat der Johanniter auf der Mittelmeerinsel Rhodos 1522 von den Türken erobert worden war und der deutsche Ordenszweig Brandenburg sich der Reformation angeschlossen hatte, konnte der katholische Zweig neu aufgebaut werden. Er erhielt von Kaiser Karl V. 1530 die Insel Malta - daher die Bezeichnung Malteser - als Lehen und konnte nun dort seine Wirksamkeit entfalten. 1565 gelang es unter Großmeister Jean de la Vallette, einen Türkenangriff abzuwehren; die nun neu errichtete Hauptstadt wurde ihm zu Ehren Valetta benannt. Es entstanden die modernsten medizinischen Einrichtungen der damaligen Zeit, 1575 wurde in Valetta ein Hospital für 700 Patienten gebaut. Erneut wurden Festungen errichtet und eine Flotte zur Verteidigung des Abendlandes gegen die Türken aufgebaut. 1548 erhielt der Großprior in Deutschland von Kaiser Karl V. für sich und seine Nachfolger die Würde eines Reichsfürsten.

Jean de la Vallette-Parisot. Großmeister des Ordens von 1557 bis 1568, Begründer der Stadt Valetta

Jean de la Vallette-Parisot. Großmeister des Ordens von 1557 bis 1568, Begründer der Stadt Valetta

Der Belagerung von Malta durch das Türkenheer im Jahr 1565 konnte der Malteserorden widerstehen.

Gjergj Kastrioti war der jüngste Sohn des Fürsten Gjon Kastrioti I. und dessen Ehefrau Vojsava Branković (oder Vojsava/Voisava Tripalda). Gjergjs Vater führte seit 1407 fast ständig Krieg gegen die Osmanen. Die Fürstenfamilie hatte vier Söhne und eine Tochter. 1423 wurde der junge Gjergj nach Niederlagen des Vaters mit seinen Brüdern als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als Angehöriger der Janitscharen vom christlich-orthodoxen Glauben zum Islam übertrat und die türkischsprachige Form des griechischen Vornamens „Alexander“, İskender, als neuen Namen erhielt (daher sein Beiname Skanderbeg, zu deutsch „Herr/Fürst Alexander“). 1438 wurde er von Murad II. als Bey und Wali von Misia, Skuria und Jonima (Hauptort Kruja) ins heimatliche Albanien gesandt.

 Als im November 1443 die Ungarn in Niš über die Türken siegten und sein Vater auf Geheiß der Osmanen ermordet wurde, verließ Skanderbeg mit den ihm unterstellten Albanern das Heer des Sultans. Er bemächtigte sich am 27. November 1443 der Festung von Kruja, fiel am folgenden Tag offen vom Sultan ab und konvertierte zum Katholizismus. In der Zeit von 1443 bis 1444 herrschte er über das Fürstentum Kastrioti, das anschließend in ein regionales Verteidigungsbündnis gegen die Osmanen aufging.

1444 verbündete sich der „Türkenkämpfer“ mit albanischen und montenegrinischen Adeligen zur Liga von Lezha. Mit dieser Allianz führte Skanderbeg 18 Jahre erfolgreich Krieg gegen die Osmanen, denen es nicht gelang, sich dauerhaft in Mittel- und Nordalbanien festzusetzen. Kruja wurde von ihnen wiederholt angegriffen, so 1450, 1466, 1467 und 1478.

1451 heiratete Skanderbeg im Kloster Ardenica in Südalbanien Donika Arianiti. Sie war die Tochter des Fürsten von Kanina, Gjergj Arianiti. 1456 wurde sein Sohn Gjon Kastrioti II. aus dieser Ehe geboren, der einzige Nachkomme Skanderbegs.

1461 schloss Skanderbeg einen dreijährigen Waffenstillstand mit Sultan Mehmed II. Obwohl es auch in der Folgezeit zu Scharmützeln kam, wurde im April 1463 in Üsküb ein weiterer Waffenstillstand geschlossen. In dieser ruhigeren Phase des Krieges Anfang der sechziger Jahre war Skanderbeg nach Italien gereist, um Geld und Truppen von seinem Lehnsherrn König Alfons I. von Neapel zu erbitten. Dieser gewährte Skanderbeg eine Pension und schenkte ihm außerdem umfangreiche Ländereien in Süditalien, wohin seine Nachkommen später vor den Osmanen flohen.

Bis zu seinem Tod 1468 verteidigte Skanderbeg von der Festung Kruja aus Albanien gegen das Osmanische Reich. Seine Schwester Mamica half ihm bei der Verteidigung. Sie starb später bei Kämpfen gegen die Osmanen, welche wiederholt versuchten, mit großen Streitmächten die Macht Skanderbegs zu brechen. So belagerten sie mehrfach Kruja, ohne die Festung einnehmen zu können. Die albanischen Truppen waren aber zu schwach, um die Türken komplett zu vertreiben, und die erhoffte Unterstützung von anderen europäischen Herrschern blieb aus.

Skanderbeg starb am 14. Januar 1468 in Alessio an Fieber und wurde dort in einer Kirche begraben. Sein zwölfjähriger Sohn folgte ihm in der Herrschaft nach. Zehn Jahre nach Skanderbegs Tod konnten die Osmanen 1478 Albanien erobern und mehr als 400 Jahre lang beherrschen. Viele Mitglieder der Adelsfamilie der Kastrioti und auch andere Albaner flüchteten danach in die versprochenen Ländereien Süditaliens, deren Nachkommen bis heute die Volksgruppe der Arbëresh bilden. Grab und Kirche Skanderbegs wurden von den Osmanen zerstört. Viele Osmanen sollen Teile seiner Überreste als Talisman mitgenommen haben. Von der Grabeskirche sind heute nur noch wenige Mauerreste zu sehen. In den 1970er Jahren wurde darüber ein Denkmal mit Nachbildungen des Helmes und des Schwertes von Skanderbeg errichtet. Die Originale befinden sich im Besitz des Kunsthistorischen Museums Wien und sind in der Hofjagd- und Rüstkammer in der Neuen Burg ausgestellt. Anlässlich des 100. Jahrestages der Ausrufung der Unabhängigkeit der Republik Albanien am 28. November 2012 waren der Helm, das Schwert und weitere persönliche Artefakte für einige Tage im Historischen Nationalmuseum in Tirana ausgestellt.
 Skanderbeg wurde schon zu Lebzeiten in ganz Europa berühmt. Papst Kalixt III. ernannte Gjergj Kastrioti einen Tag vor Heiligabend des Jahres 1457 zum Kapitän-General der römischen Kurie und Kapitän-General des heiligen Stuhls. Für seine besonderen Verdienste in der Verteidigung des Christentums gegen die Osmanen vergab er ihm zusätzlich den Ehrentitel Athleta Christi (lateinisch Verteidiger des Christentums)

Marco d’Aviano — dem erfolgreichen Kämpfer gegen den Moslemsturm 1683

Das in der Schlacht von ihm vorangeführte Kreuz schlug die osmanischen Muselmanen in die Flucht. Gedenken wir seiner und erbitten wir im Gebet seine Unterstützung. Gerade jetzt in Zeiten der Zivilokkupation.

Marco d’Aviano, der „Retter des Abendlandes“, wie ihn ein katholischer österreichischer Bundeskanzler einst genannt hatte; den Sozialisten ein Dorn im Auge, steht er auf der roten Liste des roten Parteigeschichtlers Oliver Rathkolb, der für die SPÖVP-Regierung die Landesgeschichte für das Umerziehungsmuseum zur am Wiener Heldenplatz inhaltlich zurechtbiegen soll — Wien, Franziskanerkirche am Neuen Markt [Bild: kreuz-net]

Marco d’Aviano (1631—1699)

Nach der Eroberung des Oströmischen Reiches — 1453 ging Byzanz (Konstantinopel) an den Islam endgültig verloren — setzten die Osmanen im 16. und 17. Jahrhundert auf Rom an, Zentrum der Katholischen Kirche. Rom sollte über Wien, die Hauptstadt des „Heiligen Römischer Reiches“, dem Islam unterworfen werden.

In Wien residierte Kaiser Leopold  I. von 1658 bis 1705.

Am 11. September 1683 hatten die Muslime nach zweimonatiger Belagerung die Stadtmauer vollständig vermint und einen Teil bereits gesprengt. Wien konnte nur noch durch ein Wunder gerettet werden. Am 12. September 1683 schrieb der moslemische Chronist in das Schlachtenbuch: „Am frühen Morgen kam die Meldung, daß die Truppen der unseligen Giauren (Schimpfname für die Christen) in Stärke von 200.000 Mann am Donauufer anrücken.“

Das christliche Heer siegte in der Schlacht am Kahlenberg. Die islamische Chronik berichtet: „Ein Mönch hat mit hocherhobenem Kreuz in der Hand unsere Heere so in Angst und Schrecken versetzt, daß ganze Regimenter die Flucht ergriffen.“ Alle hätten nur auf dieses Stück Holz gestarrt und seien geflohen, weil der Mönch im Kampf hoch bis zum Himmel gewachsen sei. Dieser Mönch war der italienische Kapuziner Pater Marco d’Aviano.

Papst Innozenz XI. hatte ihn auf die Bitte Kaiser Leopolds als päpstlichen Legaten an die Spitze des christlichen Heeres gestellt im Vertrauen auf seine wundertätigen Kräfte, die er in zahllosen Krankenheilungen und Exorzismen unter Beweis gestellt hatte. Mit Marco d’Aviano an der Spitze siegten die christlichen Heere auch in den Folgeschlachten: 1686 konnten sie Budapest zurückerobern, 1687 befreiten sie mit dem Sieg bei Mohacs Ungarn nach 150 Jahren vom Islam, und 1688 gelang ihnen die Rückeroberung Belgrads nach 400 Jahren.

Marco d’Aviano ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts und wurde am 27. April 2003 seliggesprochen.